Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung

Die Ruppiner Kliniken in der Stadt Neuruppin (Land Brandenburg) betreiben ein eigenes Nahwärme- und Elektroenergieverteilungsnetz.

Seit Oktober 2010 wird der Fremdbezug der Kliniken an Elektro- und Wärmeenergie von den Stadtwerken Neuruppin durch eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage anteilig ergänzt. Die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage (KWKK) erzeugt Elektroenergie, Wärmeenergie und speist in die zentralisierte Kälteerzeugung der Ruppiner Kliniken in der Fontanestadt Neuruppin ein. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsanlage der Ruppiner Kliniken und der Stadtwerke Neuruppin, die eine fachgerechte und wirtschaftliche Betriebsführung sicherstellen. Die Energieerzeugungsanlage ist weiterhin so konzipiert, dass sie die Notstromversorgung der Ruppiner Kliniken unterstützen kann. Eine Umstellbarkeit des Primärenergieträgers von derzeit Erdgas auf Biogas kann bei Bedarf vorgenommen werden. Als BHKW-Modul wird ein Gas-Viertakt-Ottomotor vom Typ JENBACHER JHS 316, C05 und eine abgasbeaufschlagte Absorptionskältemaschine vom Typ THERMAX eingesetzt. Die Anlage weist folgende Eckdaten auf:

Feuerwärmeleistung:2.089 kW (Erdgas)
Elektrische Leistung:834 kWel
Thermische Leistung:462 kWhth
Kälteleistung:500 kWKK
Wärmenetzparameter:90,0 °C / 70,0 °C
Kältenetzparameter:4,5 °C/ 10,0 °C


Die KWKK-Anlage wird wärme-/kältegeführt mit bis zu 8.000 Stunden im Kalenderjahr betrieben.

Einsatzbedingungen für die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung sind insbesondere in Krankenhäusern, in Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie in Kur- und Beherrbergungseinrichtungen ideal, sofern die Anlage entsprechend der im Sommer vorhandenen Wärmegrundlast dimensioniert ist. Dabei kann auch eine Umwandlung von Wärmeenergie in Kälte für die Raumklimatisierung erfolgen. Die Gesamtinvestition für die Anlage betrug ca. 2.250.000 € netto.

Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind ein wichtiger Bestandteil der heutigen Energieversorgungssysteme und werden nach unserer Auffassung in Zukunft an Bedeutung gewinnen, insbesondere im Zusammenhang mit Nutzung erneuerbarer Primärenergieträger.
Wir übernehmen für die Planung, Errichtung und Inbetriebnahme von Blockheizkraftwerken bzw. Anlagen der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, auch einzeln, insbesondere folgende Leistungen:

  • Machbarkeitsuntersuchungen einschließlich vororientierender Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
  • Ausarbeitung von Entscheidungsvorlagen zur Investition für den Auftraggeber
  • Kostenberechnungen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen nach VDI 2067
  • Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung der Erzeugeranlage einschließlich aller Hilfs- und Nebenanlagen sowie erforderlicher Redundanzsysteme
  • Planung, Ausschreibung  und Bauüberwachung der elektrotechnischen Anlagen, einschließlich Mittelspannungssystemen
  • Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung  des hydraulischen und regelungstechnischen Konzeptes
  • Bedarfsweise und erforderlichenfalls eine hydraulische netztechnische Optimierung der Nah- und Fernwärme-/Kältenetze, in die die Blockheizkraftwerke eingebunden sind zum Zwecke der Fahrweiseoptimierung
  • Gesamtprojektkoordinierung bzw. –steuerung (Vertrags-, Kosten- und Terminüberwachung).

Weitere Referenzen können wir Ihnen auf Nachfrage gern benennen.